Kleine Souvenirs vom Wikimedia Hackathon in Wien

Letztes Jahr in Jerusalem, nächstes Jahr in Barcelona, dieses Jahr in Wien: Von 19.–21. Mai  2017 fand der Wikimedia Hackathon in Wien statt. Rund 250 Entwicklerinnen und Entwickler trafen sich in Wien, um an Wikimedia Projekten zu arbeiten, also an Wikipedia, Wikidata, MediaWiki und den vielen Geschwisterprojekten.

Teil des Hackathons war auch ein spezieller Konferenz-Track, „Fantastic MediaWikis and How to Maintain Them“, der von der MediaWiki Stakeholders‘ Group (hier allen voran Markus Glaser und Richard Heigl) organisiert wurde.

WikiAhoi war an diesem Tag dabei!

Was gibt’s Neues in der MediaWiki-Welt?

Mark A. Hershberger gab einen Einblick in Interviews, die mit Drittnutzern von MediaWiki (=Nutzer außerhalb von Wikimedia Projekten) geführt wurden. Dabei stellte sich heraus: „Content is king, not code“ – also im Wiki geht es immer um Inhalte, nicht vorrangig um die Funktionen.

Content is king, not code.

Nutzer verwenden MediaWiki aus den folgenden Gründen:

  1. Vertrautheit. Aufgrund von Wikipedia kennt man das System.
  2. Zuverlässigkeit. Der Code der Software wird regelmäßig mit Sicherheitsupdates durch die Wikimedia Foundation aktuell gehalten.
  3. Findbarkeit. Ein Wiki fungiert als zentrale Stelle im Unternehmen, Informationen zu suchen und zu finden.
  4. Teilbarkeit/Mehrbenutzbarkeit. Sind Inhalte einmal erstellt, können sie einfach geteilt und weiterverarbeitet werden.
  5. Agilität. Ein Wiki ist flexibel und wächst mit neuen Anforderungen. Prototypen sind rasch erstellt und sofort produktiv einsetzbar.
  6. Transparenz & Zurechenbarkeit. Zu jedem Zeitpunkt ist transparent, wer wann welche Änderungen vorgenommen hat. Das hat noch einen positiven Aspekt: Die Autorschaft von Artikeln kann speziell hervorgehoben werden.

Bernhard Krabina vom KDZ stellte das Wien Geschichte Wiki vor – wer’s noch nicht gesehen hat, unbedingt reinstöbern! Es ist ein sehr schönes Beispiel eines öffentlichen semantischen Wiki. In Zukunft werden noch ein semantisches Glossar eingebaut, außerdem sind ein Ausbau der Inhalte zu Denkmäler und ein neues responsives Design in Planung. Die Schwierigkeiten in der Arbeit mit diesem Wiki sind Performance-Optimierungen, da die Schnelligkeit unter den vielen Abfragen etwas leidet. Derzeit werden dazu noch Servereinstellungen angepasst.

Bernhard lud auch wieder zur Meetup-Gruppe der Semantic MediaWiki Community in Wien ein!

Michael Barylak von der European Space Agency (ESA) stellte den Prototypen eines internen MediaWiki zum Qualitätsmanagement vor.

No system is perfect, concept of improvement is crucial.

Etwas techniklastiger, aber nicht minder interessant waren Vorträge von Niklas Laxström von translatewiki.net, der über die Codeentwicklung mit dem Deployment-Tool Oregano sprach, und von Lex Sulzer von Dataspects, dem es einfache Backups und Klone für Entwicklerumgebungen angetan haben.

Zum Abschluss sprach Richard Heigl von Hallo Welt! über den Vergleich von Confluence und MediaWiki. Es wird derzeit an einem Echtzeit-Editor gearbeitet, das wäre ein Quantensprung für den Editor in MediaWiki!

Make your hidden champions visible.

Und Markus Glaser von Hallo Welt! erläuterte die Installation von Visual Editor in MediaWiki, für diese Extension braucht es ja einige Serveranpassungen.

Auf dem Panel „Promoting MediaWiki“ ging es vor allem um die Frage, welche Vorteile die Nutzung von MediaWiki im Unternehmenskontext für die Wikimedia Foundation haben kann.

Nachlese zur Konferenz am Hackathon

Der Hackathon wurde unter dem Hashtag #wmhack auf Twitter begleitet. Zur Konferenz gibt es von uns auch ein eigenes Storyboard.

Alles in allem ein super Event!

Fantastic MediaWikis and How to Maintain Them (c) Shrini, Quelle: Wikimedia Commons

Any questions? – Mark. A. Hershberger auf dem Wikimedia Hackathon. (c) Sabine Melnicki

Promoting MediaWiki: Panel mit Mark A. Hershberger, Bryon Davis, Brion Vibber, Sabine Melnicki, Richard Heigl. (c) Markus Glaser (Mglaser), Quelle: Wikimedia Commons

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